Der Staffelsee – meine zweite Heimat

Unser Platz in der ersten Reihe

Unser zweites Zuhause ist der Staffelsee. Leo und ich sitzen in der ersten Reihe. Na ja, nicht direkt an vorderster Front, aber auch nicht weit dahinter. Neumodisch könnte man unseren Caravan mit großem Vorzelt sogar als Tiny House bezeichnen.

Auf dem Campingplatz in Uffing haben wir buchstäblich unser äußerst komfortables Zelt aufgeschlagen und genießen mitten im Voralpenland die Ruhe und vor allem die saubere Landluft. Hier erholen wir uns vom hektischen Leben in der Stadt, schwimmen im Sommer gemeinsam im See, gehen in die Berge oder liegen einfach faul in der Sonne. Der Staffelsee gehört als Moorsee zu den wärmsten Badeseen Oberbayerns und bis weit in den Herbst ist es ein Genuß, in sein weiches Wasser einzutauchen.

Natur und Kultur

Uffing ist zudem unser Ausgangspunkt für kleine und größere Spaziergänge, Wanderungen und Bergtouren. Wenn wir in unserem Domizil sind, gehen wir auf jeden Fall mindestens einmal die kleine Staffelseeschleife, die durch das Naturschutzgebiet ins Moos führt und eine grandiose Aussicht auf den See und die Berge bietet.

In der kühlen Jahreszeit oder bei regnerischem Wetter machen wir es uns um Caravan gemütlich oder laufen durch die Fußgängerzone in Murnau, zum Einkaufen und um zu sehen, was es Neues gibt. Hin und wieder besuche ich dann das Stadtmuseum in Murnau oder das Franz Marc Museum in Kochel. Beide Museen kuratieren regelmäßig sehenswerte Sonderausstellungen und an den Bildern der Blauen Reiter kann ich mich ohnehin nicht sattsehen.

Uffing und seine Geschichte

In der kleinen Gemeinde Uffing, 6 km nordöstlich von Murnau gelegen, scheint die Welt noch in Ordnung zu sein: von Klimawandel, Umweltverschmutzung und Massentierhaltung ist hier nichts zu erkennen. Im Ortskern des 1.000-Seelen-Dorfes sieht es fast aus wie im Freilichtmuseum Glentleiten in Großweil!

Aber das Dorf hat auch seine dunklen Seiten. Tatsächlich ist Adolf Hitler, der 1923 nach seinem Putschversuch in Uffing Unterschlupf suchte und dort festgenommen wurde, immer noch Ehrenbürger von Uffing! Die nationalsozialistische Vergangenheit dieser Region lässt sich im übrigen im Stadtmuseum in Murnau nachvollziehen. In einer Dauerausstellung wird die Geschichte des ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth erzählt, der sich zeitweise im Haus seiner Eltern in Murnau aufhielt und 1933 nach einer Auseinandersetzung mit Nationalsozialisten in einer Murnauer Gaststätte Deutschland vorübergehend verlassen musste, um der Verfolung zu entkommen.

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