Karibik – Kreuzfahrt mit AIDA

Kreuzfahrt in die Karibik – traumhaft oder dekadent?

Am 8. Januar 2020 starte ich zu einer Kreuzfahrt in das Karibikparadies der Kleinen Antillen in der östlichen Karibik, einer Inselgruppe, die zu den westindischen Inseln gehört.

Während in Deutschland in dieser Jahreszeit meist frostiges, trübes Wetter vorherrscht, erwarten mich dort Durchschnittstemperaturen von 25-32 Grad, erfrischende Passatwinde, kilometerlange weiße Sandstrände und eine atemberaubende Unterwasserwelt.

Kritik des Nabu

Mir ist sehr wohl bewusst, dass Kreuzfahrten aus ökologischer Sicht mittlerweile ein absolutes No-Go sind. Weil aber das Angebot zu verlockend war, führte ich im Netz einige Recherchen durch, um herauszufinden, ob sich eine Kreuzfahrt nicht doch rechtfertigen lässt bzw. was genau hinter den Vorwürfen des Naturschutzbund Deutschland (Nabu) steckt. Der Nabu hat nämlich 2011 die Kreuzfahrunternehmen Aida und Tui Cruises 2011 mit dem Negativ-Umweltpreis „Dinosaurier des Jahres“ ausgezeichnet.

Auf dieser Seite fand ich dann die Information,  dass AIDA Vorreiter in ökonomischer, sozialer und ökologischer Hinsicht ist und seit Mai 2012 die Greenpeace-Mitbegründerin und frühere SPD-Umweltministerin von Niedersachsen Monika Griefahn als Umweltbeauftragte für die Rostocker Reederei fungiert.

Das nach der ISO-Norm DIN EN ISO 14001 zertifizierte Umweltmanagementsystem der AIDA hat beispielsweise zum Ziel, Mensch und Umwelt zu schützen, die Umweltleistungen stetig zu verbessern, die Ökoeffizienz zu steigern und Ressourcen zu schonen. Das hört sich zwar vage an, aber das Unternehmen arbeitet konsequent daran, seine Zielsetzung mit konkreten Maßnahmen zu realisieren. Schon deshalb, weil der öffentliche Druck immer größer wird. Bereits Im September 2013 verlieh zudem der TÜV Süd den Green Fleet Award 2013 an Aida Cruises für ihr umweltfreundliches Flottenmanagement.

Gegenargumente

Überdies werden die Aussagen des Naturschutzbundes heftig kritisiert, da sie sich durchaus relativieren lassen. So fallen nach den Berechnungen von Robert Sausen vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen, je nach Größe des Schiffs bei einer 14-tägigen Kreuzfahrt pro Person ein bis drei Tonnen CO2 an. Bei einem Flug von Frankfurt nach New York sind es pro Kopf 2,8 Tonnen, auf der Strecke Frankfurt- Sydney werden pro Fluggast 8,6 Tonnen CO2 frei.

Allerdings geht es bei Kreuzfahrten nicht nur um die CO2-Emissionen, sondern zusätzlich um den Ausstoß von Rußpartikeln, Schwefeloxiden und Feinstaub sowie den Verbrauch von Schweröl. Und auch hier konnte AIDA durch den Einsatz innovativer Techniken bereits deutliche Verbesserungen erreichen.

Darüber hinaus machen Kreuzfahrtschiffe lediglich ca. 1% der zivilen Schifffahrt weltweit aus. Die restlichen 99% der Frachter, die Waren über die Meere transportieren, deren Nutzen und Herstellungsbedingungen oft fraglich sind, legen hingegen keinerlei Bemühungen an den Tag, ihre Umweltbilanz zu verbessern, da sie nicht im öffentlichen Fokus stehen.

Wie sinnvoll der Kreuzfahrttourismus hingegen für die Bevölkerung in den jeweiligen Zielorten ist, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Und wie sich die Auswirkungen auf den Inseln zeigen, die ich im Rahmen meiner Kreuzfahrt besuche, berichte ich von unterwegs. Hier geht’s zur Reiseroute

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