Food on Tour

Exotisches Getier

Vor einer Reise freue ich mich nicht nur darauf, neue Länder und Regionen zu entdecken, sondern auch auf die kulinarischen Genüssen, die mich dort erwarten. Deshalb lese ich meistens schon vorher im Reiseführer nach, welche besonderen Spezialitäten vor Ort auf der Speisekarte zu finden sind.

Meine Mutter war eine absolute Spitzenköchin. Von ihr lernte ich, Speisen interessant zu würzen und neugierig immer wieder neue Geschmackskreationen auszuprobieren. Als wir vor vielen Jahren mit einer Reisegruppe gemeinsam in China unterwegs waren, sind wir abends hin und wieder auf eigene Faust losgezogen, um all die unbekannten Köstlichkeiten, die wir tagsüber auf Märkten gesehen hatten, in Restaurants aufzuspüren und zu probieren. Wir schreckten vor nichts zurück und so landete alles mögliche, teils schwer zu identifizierende Getier auf unseren Tellern. Zugegeben, wir haben nicht alles aufgegessen, aber zumindest von allem ein Stückchen gekostet.

Auf einer Reise nach Hongkong wurden wir in einem Spitzenrestaurant auf die Frage, was sich denn in dem wunderbaren Nachtisch verbirgt mit der Antwort konfrontiert, dass es sich um Froschlaich handelt. Da hatten wir unsere Nachspeise jedoch bereits aufgesessen und haben es auch nicht bereut. In Südafrika versuchte ich mich sogar einmal an gegrillten Termiten und Raupen, die mir beim Besuch eines Stammes angeboten worden waren.

Am liebsten Bio und ohne Tier

Zu Hause kaufe ich meine Lebensmittel fast ausschließlich im Bioladen ein und bereite mir meine Speisen am liebsten selbst zu. Fragwürdige Zusatzstoffe, Rückstände von Pestiziden und Fertigsoßen brauche ich nun wirklich nicht in meinem Magen. Schon viele Jahre achte ich darauf, immer öfter tierische Produkte wegzulassen. Ganz gelungen ist es mir zwar noch nicht, aber ich mache deutliche Fortschritte und will schließlich nicht dogmatisch sein.

Grundsätzlich ist es mir wichtig, mich auch unterwegs gesund zu ernähren. Auf Reisen vermeide ich ebenfalls weitestgehend Fleischprodukte, da sie dort eher selten aus artgerechter Tierhaltung stammen. Während man sich in Asien nicht schwer tut, vegetarische oder vegane Gerichte auf der Karte zu finden, sieht es zum Beispiel in Südamerika schon ganz anders aus. Ebenso im Süden der USA. Auf meiner Rundreise durch die Südstaaten vor einigen Jahren musste ich hauptsächlich mit Salat und den Beilagen zum ansonsten obligatorischen Steak vorlieb nehmen. Die gigantischen Fleischberge, die von den Südstaatlern bervorzugt verzehrt werden, sind nun wirklich nicht mein Ding! In New York und Kalifornien wiederum trifft man überall auf vegetarische oder vegane Restaurants und jeder zweite Imbiss bietet entsprechende Snacks an.

Kommst Du mit?

Jetzt bin ich sehr darauf gespannt, was mich in Australien und Neuseeland erwartet. Soviel ich im jeweiligen Reiseführer gelesen habe, ernähren sich beide Nationen sehr fleischbetont. In Bali und in der Südsee werde ich dagegen kein Problem haben, mir einen möglichst gemüse- und obstlastigen Speiseplan zusammenzustellen.

Vielleicht hast Du ja Lust, mich auch auf meiner kulinarischen Entdeckungsreise auf die andere Seite der Welt zu begleiten. Dann schau einfach ab und zu mal bei Lady on Tour vorbei. Hier werde ich ab Februar berichten, was mir wo geschmeckt hat.

You May Also Like

Fit on Tour – die Basis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.